Technik - Segelflug

An dieser Stelle vielen Dank an unseren langjährigen Windenwart, den Bayersepp, der hier umfassend über sein Arbeitsgerät informiert.

Segelflug-Winde:

Unsere Seilwinde, Bay 9158 System, Tost Doppeltrommelwinde 04 Baujahr 1978

Fahrzeug, MAN – LKW
Erstzulassung, LKW 27.05.1958
Antriebsmotor, 4 Zyl. Diesel
Hubraum, 5,8 Liter
Leistung 85 PS bei 1600 U/min

Windenmotor
MAN V8 Dieselmotor D 2858 MX
Hubraum 15,4 Liter
Leistung 304 PS bei 2200 U/min
Drehmoment 105 mkp bei 1600 U/min
Kraftübertragung: Voit Turbokupplung 467 TbKühlung: Wasserkühlung mit Thermoschalter gesteuerten Elektrolüfter und Kühlwasserthermostat.

Der Windenteil wurde von 1994 bis 1996 generalüberholt.


Beschreibung der Arbeiten.

Wesentliche Änderungen und Reparaturen:
Motor und Motorraum gereinigt und neu lackiert.
Neue Einspritzdüsen eingebaut.
Kühlung umgebaut, Zwangslüftung (Lüfter ausgebaut) Kühler mit Elektrolüfter versehen, Thermoschalter eingebaut, Kühlwasserthermostat eingebaut, 2. Batterie eingebaut, beide Kappvorrichtungen auf neuesten Stand umgebaut, belüftete neue Scheibenbremse mit Doppelkolben für Kardanwelle an Wandler eingebaut, die gesamte elektrische Anlage einschließlich Armaturenbrett erneuert, Seiltrommelverkleidung eingebaut. Handbremse mit Umlenkhebel Rückzugfeder und Spannschloss versehen.
Den gesamten Windenaufbau neu lackiert.

V 8 Dieselmotor MAN D 2858 MX

Winde Heckansicht.

Seiltrommelverkleidung, zur Vermeidung von Seilsalaten.

Armaturenbrett neu überarbeitet.

Hallenkuller, am Boden selbst arretierend.

SEGELFLUG - LEPO – SEILE

Die LEPO – SICHERHEITSKUPPLUNG, in Funktionsstellung.

Die LEPO – SICHERHEITSKUPPLUNG in ausgeklinktem Zustand.

Spleissvorrichtung bestehend aus großer und kleiner Gripzange.

Spleissvorrichtung im Einsatz.

Windenseil-Spleisse.

Alle herkömmlichen Spleisse ergeben zwangsläufig eine weitgehende Verdickung am Schleppseil, was wiederum zu Quetschungen der umliegenden Seilwindungen führt.

Die einfachste Art einer Seilverbindung ist die Nagelstelle. Auch hier gibt es verschiedene Methoden zwei nebeneinander liegende Seile zu verdrallen und zu nageln. Mögen diese Arten Seile zu flicken im Flugbetrieb funktionieren, zumal es zu keiner großen Zwangspause kommt. Es kann sich dabei aber nur um eine Notlösung handeln. Die Nagelstellen sind auf die Dauer für Azimutrollen und Spularmrollen wegen deren Abnutzung höchst schädlich. Das Seil auf der Trommel wird gequetscht und abgenutzt. Deshalb sollte unbedingt nachträglich gespleisst werden.

Der Verdrallspleiss.

Dieser Spleiss ist gegenüber allen vorbeschriebenen Seilverbindungen der Beste, weil er zu keiner Verdickung der originalen Seilstärke führt. Die Vorgehensweise ist folgende:
Beide Seilenden werden auf ca. einen Meter aufgedrallt und abgebunden.
Es entstehen auf jeder Seite 6 Kardelen und eine Seele.
Jede 2. Kardele auf beiden Seiten wird auf ca. 10cm abgezwickt.
Die Seelen auf beiden Seiten werden ebenfalls abgezwickt.
Nach diesem Schritt bleiben auf beiden Seiten der Seile 3 lange und 3 kurze Kardelen übrig.
Nun werden beide Seile Seele an Seele eng zusammengehalten, wobei sich eine kurze und eine lange Kardele gegenüber befinden.
Jetzt wird auf der einen Seite die kurze heraus und in die entstandene Lücke die gegenüberliegende lange hineingewunden. Es entstehen auf beiden Seiten 3 Drallungen die auf je ein Drittel der Strecke verteilt werden.
Die herausstehenden Enden der Kardelen müssen nun etwa 3 Mal über eins durch zwei verspleisst werden. Die dann noch herausstehenden Enden sind so kurz als möglich abzuzwicken. Der nun fertige Spleiss ist vom übrigen Seil kaum erkennbar und kann somit an Seil und Rollen keinen Schaden verursachen. Diese Beschreibung kann eine praktische Übung natürlich schlecht ersetzen. Man braucht schon etwas Übung um diesen Spleiss voll zu beherrschen. Das Bild zeigt links und rechts vom Stoss von den drei, nur je einen Spleiss.

LEPO mit einklappbarem Balken, Abfangseilen und Sicherheitsautomatik.